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Owald Feix (In Lettland heiße ich Osvalds Feiks)

 

Owald Feix

Den ersten Kontakt zu lettischer Sprache, Geschichte und Lebensart erhielt ich durch meine erste Ehefrau. Mit ihr unternahm ich 1973 auch die erste abenteuerliche Reise über Moskau nach Riga, um ihre elterliche Familie kennen zu lernen. Inzwischen ist meine Skaidrīte leider verstorben, aber der verwandtschaftliche Kontakt besteht noch immer. Das echte Lettland findet man aber erst außerhalb von Riga. Das lernte ich kennen, als ich seit 2006 mit Gerda und den Hunden Daisy und Lumpi auf eigene Faust durchs Land fuhr und so auch nach Hasenpoth kam. Gerda hatte hier bereits einen Stützpunkt, von dem aus wir die kurländische Küste und die vielen Herrenhäuser im Binnenland auf Tagestouren erreichen konnten.

Mein Interesse an der lettischen Kultur und Geschichte wurde zuerst durch Letten im Exil geweckt. Danach kam der Kontakt mit Deutschbalten. Aber erst die Reisen durch das wieder unabhängige Lettland vermittelten ein Gefühl der Zugehörigkeit zu Land und Leuten.

Das Projekt, den "Rundgang durch Hasenpoth" auch in deutscher Sprache anzubieten, wurde von Gerda angeregt. Das schien zunächst eine einfache Übung. Die wahren Schwierigkeiten stecken aber auch hier wieder im Detail. Die vielen auftretenden Personen mussten sämtlich neu recherchiert werden, weil sie in der lettischen Version zwangsläufig an die Landessprache angepasst worden sind. Dank der stattlichen baltischen Bibliothek, die Gerda über viele Jahre zusammengetragen hatte, war es möglich, die Original-Namen von lettischen, russischen und deutschsprachigen Personen zu rekonstruieren. Meine Rolle in diesem Prozess war eher marginal. Während meiner Studienzeit hatte ich im Nebenfach Linguistik belegt, obwohl ich einen technischen Abschluss machte. Die längste Zeit hatte ich beruflich als Software-Entwickler gearbeitet. Zum Glück konnte ich mit diesen drei Komponenten einen bescheidenen Beitrag zum Gelingen des Projekts leisten.

Wenn man den "Rundgang" im Detail studiert, fällt der große jüdische Anteil an der Bevölkerung auf. Zusammen mit meinem Studienfreund Oded Zingher aus Israel haben wir den jüdischen Friedhof in Aizpute erforscht. Wir waren auch mit der internationalen Arbeitsgruppe LOT bekannt, die den Friedhof restaurierte. Leider gibt es keine Grabsteine für die Menschen, die während der deutschen Okkupation vernichtet wurden.

 

DIESES PROJEKT UNTERSTÜTZEN

Valsts Kultūrkapitāla fonds

 

HEIMATMUSEUM HASENPOTH

Skolas Str.1, Aizpute, Bezirk Aizpute, LV-3456
Telefon Telefon: 00 371 29623284
e-pasts Mail: aizpute.muzejs@gmail.com 
Web Internetadresse: www.aizputesmuzejs.lv

irk1 Rollstuhlgerechter Zugang

ÖFFNUNGSZEITEN:

01.10. - 30.04.  Werktags 09:00 - 17:00 Uhr
10:00 - 14:00 Uhr - jeden dritten Samstag des Monats


01.05. - 30.09. Werktags 09:00 - 17:00 Uhr

10:00 - 14:00 Samstags